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Strafrecht

Das Strafrecht ist Teil des öffentlichen Rechts und regelt die Tatbestandsvoraussetzungen und Rechtsfolgen von Verhaltensweisen, die in der jeweiligen Rechtsordnung als verboten anzusehen sind und daher strafwürdig erscheinen. Es gibt hierbei Delikte, bei denen eine solche Strafwürdigkeit einleuchtet, wie z.B. der Mord oder der Diebstahl. Viele dieser „klassischen“ Straftatbestände befinden sich im Kerngesetzbuch des materiellen Strafrechts: Dem Strafgesetzbuch (StGB).

Es gibt jedoch auch eine Vielzahl von Straftatbeständen, die sich als sog. „Annex“ in anderen Rechtsordnungen aus sämtlichen weiteren Rechtsgebieten finden. Dieses sog. „Nebenstrafrecht“ ist oftmals dadurch geprägt, dass primär verwaltungs- oder wirtschaftsrechtliche Verfehlungen auf die Ebene des Strafrechts hochgezont werden zum Zwecke der Feinsteuerung der Gesellschaft.

Rechtsanwalt und Strafverteidiger David Sanker berät und verteidigt in sämtlichen Strafrechtsfällen, sowohl im Kern- als auch im Nebenstrafrecht.

Nebenstrafrecht & Strafrecht

Das Nebenstrafrecht ist noch enger verwandt als das ohnehin dem Strafrecht sehr ähnliche Ordnungswidrigkeitenrecht. Ordnungswidrigkeiten haben die gleiche Funktion wie das Strafrecht: Nach der geltenden Strafzwecklehre dient das hoheitliche Strafen durch den Staat mehreren Funktionen, nämlich der positiven bzw. negativen Generalprävention (Erziehung zur Rechtstreue der Bürger, Abschreckung der Bürger) und der positiven bzw. negativen Spezialprävention (Resozialisierung des Täters, Unschädlichmachung des Täters). Einige dieser Zwecke hat das Strafrecht mit dem sogenannten Gefahrenabwehrrecht gemeinsam, was dogmatisch und systematisch jedoch zum (präventiven) Verwaltungsrecht – und nicht zur repressiven Strafjustiz gehört.

Ordnungswidrigkeiten

Ordnungswidrigkeiten stellen die Brücke zwischen diesen Rechtsgebieten dar, da sie teilweise im Verwaltungsverfahren und teilweise im Strafverfahren liegen können. Materiell funktionieren sie wie Straftatbestände, verfahrensrechtlich haben sie Parallelen zum Verwaltungs- und zum Strafverfahren. Primäre Rechtsfolge einer Ordnungswidrigkeit ist der Erlass eines Bußgeldbescheides, weswegen direkt an das Ordnugnswidrigkeitenverfahren ein Bußgeldverfahren anknüpft. Legt man dagegen Rechtsmittel ein, kann eine Ordnungswidrigkeit vor die Strafgerichte führen.

Verfahrensstruktur

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Ordnungswidrigkeiten und Straftaten ist die jeweilige Verfahrensstruktur. Das Ordnungswidrigkeitenrecht ist vom Opportunitätsprinzip geprägt, weswegen eine Einstellung des Verfahrens eher wahrscheinlich ist als im Strafverfahren, wo grundsätzlich Amtsermittlungs- und Anklagegrundsatz besteht, d.h. die Staatsanwaltschaft ist gezwungen, abgesehen von den engen Grenzen der §§ 153 ff. StPO einen Straftatbestand zur Anklage zu bringen. Ferner besteht in einem Ordnungswidrigkeiten- oder Bußgeldverfahren oft Behördenidentität zwischen Ermittlungs- und Entscheidungsinstanz. Im Strafverfahren dagegen gibt es dein Dreiklang von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht.
Sie brauchen einen Rechtsanwalt, der als Experte im Strafrecht Ihre Fälle aggressiv und entschlossen vertritt.
Rechtsanwalt und Strafverteidiger David Sanker übernimmt sämtliche Fälle aus dem Ordnungswidrigkeitenrecht, insbesondere solche Fälle die ihren Kern im Umweltrecht, im Waffenrecht oder im Bildungsrecht haben.

Leistungen im Strafrecht (prozessuales Recht)

Straftatbestände (materielles Recht)

Strategie und Taktik im Strafverfahren

Wenn Sie verhaftet wurden, ein Ermittlungsverfahren gegen Sie läuft, Sie eine Anklageschrift zugestellt bekommen oder eine Einladung zu einem Vernehmungstermin bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft erhalten haben oder ein Familienmitglied oder Freund die Hilfe eines Strafverteidigers benötigt: Verlieren Sie keine Zeit!

Rufen Sie noch heute an: 0221 79073 314 oder kontaktieren Sie das Rechtsanwaltsbüro Sanker aus Köln und Essen!

Wir sind auf das Strafrecht spezialisiert und übernehmen Fälle aus sämtlichen Deliktsgruppen, von der Gewaltkriminalität über Sexualstraftaten und Umweltdelikten hin zu Großverfahren aus dem Bereich organisierter Kriminalität oder Wirtschaftsdelikten. Informieren Sie sich nachfolgend über einzelne Straftatbestände.
Grundsätzlich bestehen vier Optionen, Ihren Fall zu beenden:

  • Auflagenleistung, § 153a StPO
    • Einstellung im Vorverfahren
    • Einstellung im Hauptverfahren
  • Verfahrensabsprache
  • Verhandlung
    • Beweisverwertungsverbote
    • Verletzung von Prozessmaximen
  • Hauptverhandlung

Welche Option soll man wählen?

Die mit Abstand schwierigste Diskussion, die ich mit Mandanten führe, ist, welchen Weg wir wählen sollen. Die Antwort hängt davon ab, wie sehr Sie das Risiko scheuen. In einem Strafprozess müssen Sie sich stets die Frage stellen: „Bin ich bereit, ins Gefängnis zu gehen?“

Für viele ist die Antwort leicht: Die Leistung von Auflagen oder eine Verfahrensabsprache (Deal). Für andere ist die Antwort schwieriger im Hinblick auf die tatsächlichen Fakten ihres Falls. Und für einige wenige ist die Antwort leicht: Alles außer einem Freispruch ist inakzeptabel.

Schlussendlich verlangen Auflagen oder Verfahrensabsprache die Kooperation der Staatsanwaltschaft und/oder des Gerichts. Aus diesem Grunde rate ich grundsätzlich dazu, den Fall erst einmal fortzuführen, da etwaige Gespräche auch noch später geführt werden können.

Auflagenleistungen, § 153a StPO
Eine Einstellung gegen Auflagen hat zwei Vorteile:

Sie müssen keine Schuld eingestehen
Die Anschuldigungen führen zu einem (beschränkten) Strafklageverbrauch!

Ermittlungsverfahren, § 153a (1) StPO
Durch: Die Staatsanwaltschaft

a) Vergehen: Bei der Tat muss es sich um ein Vergehen handeln.
b) Kein Entgegenstehen der Schwere der Schuld: Ausreichend ist dabei ein hinreichender Tatverdacht. Erfasst ist neben der „geringen Schuld“ auch die mittlere Kriminalität.
c) Entfallendes öffentliches Verfolgungsinteresse: Die dem Beschuldigten auferlegten Auflagen und Weisungen müssen geeignet sein, das grundsätzlich bestehende öffentliche Interesse an der Strafverfolgung zu beseitigen. Zu den einzelnen Auflagen und Weisungen vgl. die nicht abschließende Aufzählung in § 153a I 2 StPO.
d) Zuständigkeit: StA
e) Zustimmung des Gerichts (Ausnahme: § 153a I 7 StPO i.V.m. § 153 I 2 StPO: kleinere Vergehen ohne schwere Folgen) und des Beschuldigten
f) Folgen: Vorläufige, nicht anfechtbare Einstellung. Nach Erfüllung der Auflagen bzw. Weisungen endgültige Einstellung bei beschränktem Strafklageverbrauch. Wiederaufnahmemöglichkeit, wenn sich nachträglich herausstellt, dass die Tat kein Vergehen, sondern ein Verbrechen darstellte (§ 153a I 5 StPO).

Hauptverfahren, § 153a (2) StPO
Durch: Das Gericht

Es müssen die gleichen Voraussetzzungen wie für § 153a I StPO vorliegen (auch die Folgen sind im Wesentlichen identisch). Die Einstellung (durch unanfechtbaren Beschluss, § 153a II 3, 4 StPO) ist aber nur bis zur Ende der Hauptverhandlung möglich, d.h. (im Gegensatz zu § 153 II StPO) nicht mehr in der Rechtsmittelinstanz. Zustimmung von StA und Angeschuldigtem ist erforderlich.

Verfahrensabsprache (Deal), teilw. geregelt in § 257c StPO
Wenn aufgrund der Natur des Delikts, der Schwere der Schuld oder aus anderen Gründen eine Einstellung gegen Auflagen ausscheidet oder Sie kein Interesse daran haben, kann ich den Fall immer unter den größtmöglichen Begünstigungen für Sie schnell beenden, indem eine Absprache mit der Staatsanwaltschaft und dem Gericht getroffen wird. Folge:

Formalles Schuldeingeständnis
Mitwirkung der anderen Verfahrensteilnehmer
Verringertes Strafmaß bzw. Beschränkung

Verhandlung
Wenn Sie oder die anderen Verfahrensteilnemher nicht willens sind einen Deal abzuschließen, müssen wir den Fall bis zum Ende ausfechten. Ich würde u.a. folgende Anträge und Prozessrecht ausüben in Richtung des Resultats, dass Sie sich vorstellen:

Beweisverwertungsverbote
Insbesondere bei Durchsuchungsmaßnahmen im Ermittlungsverfahren unterlaufen den Ermittlungsbehörden, d.h. in der Regel der Polizei, gravierende Fehler. Die Polizei darf nur unter engen Voraussetzungen eine Wohnung durchsuchen, insbesondere gilt es den Richtervorbehalt zu beachten. Aus Fehlern bei der Beweiserhebung, das heißt rechtswidrig erlangten Beweisen, z.B. aufgrund Verletzung von Anordnungsvorschriften oder schlicht nicht vorhandenem Tatverdacht kann unter Umständen ein Beweisverwertungsverbot folgen – Oder jedenfalls muss die Rechtswidrigkeit der Beweiserhebung zu erheblichen Beweisbewertungen führen.

Verletzung von Prozessmaximen
Verfahren können auch beeinflusst werden wenn

die Tat nach § 264 StPO bereits sehr lange Zeit zurückliegt
das Beschleunigungsverbot verletzt wurde (insb. bei überlanger Untersuchungshaft)
der Öffentlichkeitsgrundsatz verletzt wird
der Richter befangen ist
usw. usf.

Hauptverhandlung

Eine Hauptverhandlung heißt nicht umsonst „Verhandlung“, denn es geht darum, über die persönliche Schuld im Sinne des § 46 StGB mit dem Gericht und Staatsanwaltschaft zu verhandeln. Hierbei sollte ein am Ende für alle vertretbares Ergebnis erlangt werden. Wichtig ist hierfür insbesondere auch die Dialektik des Strafprozesses.

Leistungen:

  • 01

    Gewaltdelikte:

    Egal ob Körperverletzung, sexueller Missbrauch oder Mord und Totschlag – Wir sind hochspezialisiert auf die psychologischen und biologischen (DNA) Wissenschaften im Bereich der Kapitaldelikte, sodass wir Sie erfolgreich verteidigen, wenn es um alles geht.
  • 02

    Wirtschaftsstrafrecht:

    Wir behandeln zahlreiche Fälle aus dem Wirtschafts- und Gesundheitswesen, daneben aber auch namhafte Fälle aus dem Computer- oder IT-Strafrecht.
  • 03

    Umweltstrafrecht:

    Ein Schwerpunkt unserer Kanzlei ist die Schnittmenge von Straf- und Umweltrecht. Rechtsanwalt David Sanker promoviert zu diesem Thema und verfügt über exzellentes Know-How.